Das erste Vereinsjahrzehnt

In seinen Anfangsjahren trat der Verein mit zahlreichen Aktionen an die Öffentlichkeit. An den schönsten Stellen der Gemarkung wurden Ruhebänke aufgestellt, man beteiligte sich an der Planung für den Trimm-Dich- und den Waldlehrpfad und an der Gestaltung des “Knabenborns“. Vorträge und Ausflüge in die Umgebung gehörten schon damals, wie auch heute, zum Vereinsleben.

Lehrer Otto Mau, damals Vorstandsmitglied, verfasste eine Dietzenbacher Chronik und erwarb sich mit dieser Arbeit große Verdienste um die Erforschung der Ortsgeschichte.

Werner Raab, damals Vereinsmitglied, beteiligte sich maßgebend an den jährlichen archäologischen Ausgrabungen in der Gemarkung, die zahlreichen wertvollen Funde aus der Vor- und Frühgeschichte ans Tageslicht brachten.

Zur 750-Jahrfeier der Stadt im Jahre 1970 (Verleihung des Stadtrechts) konnte der Heimat- und Geschichtsverein der Öffentlichkeit ein Büchlein über Dietzenbachs Vor- und Frühgeschichte präsentieren, das Kreisbodendenkmalspfleger Klaus Ulrich verfasst hatte. Doch diesen erfreulichen Ereignissen der ersten Vereinsjahre standen auf der anderen Seite große Probleme gegenüber. Noch immer fehlten dem Verein eigene Räume, in denen die inzwischen zahlreichen historischen Gegenstände hätten untergebracht werden können, die im Laufe der Jahre mit viel Engagement zusammengetragen worden waren und die den Grundstock für ein Heimatmuseum bilden sollten. So musste die Sammlung lange Jahre in privaten Unterstellmöglichkeiten mehr schlecht als recht untergebracht werden. Daher richtete sich das Hauptinteresse des Vereins in den folgenden Jahren nun immer mehr auf die Gründung eines Heimatmuseums.

Zunächst sollte das Huvartsche Haus in der Bahnhofstraße zum Museum ausgebaut werden. Als es ein Opfer der damaligen Flächensanierung wurde, fiel die Wahl auf die Zehntscheuer, die aber von Hand abgetragen und nicht mehr wieder errichtet wurde.